Mit Geduld zurück in die Spur

Sascha Hübner 2. Vorsitzender meldet sich zu Wort
Artikel vom 1. Oktober 2026
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Verein zieht Konsequenzen aus den vergangenen Jahren und setzt auf einen nachhaltigen Neuanfang
Beim 1. FC Sarstedt stehen bei der 1. Herren die Zeichen auf Neuanfang. Im Sommer machte man bereits den Anfang indem man mit diversen Spielern aus Kostengründen nicht verlängerte. Nachdem der Trainer der 1. Herren vor zwei Wochen die Zusammenarbeit mit ihrem Torwart Ekber Nergüz beendet hatte, wurde nun auch die Zusammenarbeit mit Yousef Emghames beendet. Für die Verantwortlichen sind diese Entscheidungen Teil einer grundsätzlichen Neuausrichtung, die deutlich über einzelne Personalien hinausgeht.
Denn der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass sich die 1. Herren in einer schwierigen sportlichen Entwicklung befindet. Noch vor knapp drei Jahren spielte die Mannschaft in der Landesliga. Mit dem Abstieg in die Bezirksliga begann jedoch eine Entwicklung, die schließlich bis in die Kreisliga führte.
Dabei, so die heutige Einschätzung des Vereins, wurden in den vergangenen Jahren nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Teilweise wurde kurzfristig gedacht, es wurde investiert, ohne dass daraus eine nachhaltige sportliche Entwicklung entstand und immer wieder wurden neue Ansätze verfolgt. Die Folge waren innerhalb von nur drei Jahren insgesamt drei größere Umbrüche.
„Wir müssen ehrlich mit unserer eigenen Vergangenheit umgehen. Wir haben in den vergangenen Jahren Entscheidungen getroffen, die uns sportlich nicht weitergebracht haben. Es wurde viel verändert, aber zu wenig nachhaltig aufgebaut. Das Ergebnis sehen wir heute“,erklärt Sascha Hübner, Mannschaftsverantwortlicher und 2. Vorsitzender des 1. FC Sarstedt.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, im Nachhinein einzelne Personen für die Entwicklung verantwortlich zu machen. Vielmehr müsse die 1. Herren aus den vergangenen Jahren seine Konsequenzen ziehen.
Zurück zu den eigenen Wurzeln
Der 1. FC Sarstedt möchte deshalb wieder stärker zu einer Philosophie zurückkehren, die den Verein über viele Jahre geprägt hat. Eine Mannschaft entwickeln, Spieler aus dem eigenen Umfeld einbinden, auf Zusammenhalt setzen und langfristig denken.
Gerade die Entwicklung der eigenen Jugend und die Förderung von Spielern aus Sarstedt und der Region sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
„Wir wollen wieder mehr das Sarstedter denken. Wir wollen Spieler entwickeln, eine Mannschaft aufbauen und eine Identität schaffen, mit der sich die Menschen in Sarstedt identifizieren können. Der Verein darf nicht nur über kurzfristige Erfolge definiert werden“, erklärt Matteo Menchise 1. Vorsitzender. Daher liegt der Fokus auch in der Nachwuchsarbeit, so Matteo weiter.
Dass dieser Weg Zeit benötigt, ist den Verantwortlichen bewusst. Gleichzeitig sei es notwendig, jetzt eine klare Richtung einzuschlagen.
„Wir können nicht weitermachen wie in den vergangenen Jahren. Wenn wir jedes Jahr wieder alles verändern, kommen wir keinen Schritt weiter. Wir müssen jetzt eine klare Philosophie entwickeln und dieser auch treu bleiben. Auch dann, wenn es zwischendurch einmal schwieriger wird“, sagt Sascha H.
Die aktuelle Mannschaft soll dabei ausdrücklich Bestandteil dieser Planung sein. Weitere Trennungen seien derzeit nicht vorgesehen. Vielmehr gehe es darum, mit dem vorhandenen Kader zu arbeiten, Vertrauen aufzubauen und die Mannschaft Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
„Die Spieler, die jetzt bei uns sind, sind Teil unseres Plans. Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben gemeinsam etwas aufzubauen. Dazu gehört auch, dass alle nach den gleichen Maßstäben behandelt werden. Am Ende steht die Mannschaft über dem Einzelnen“, so der Mannschaftsverantwortliche.
„Ob unser Weg am Ende erfolgreich sein wird, wird sich zeigen. Niemand kann heute versprechen, wo wir in zwei oder drei Jahren stehen. Was wir aber versprechen können, ist, dass wir wieder eine klare Richtung haben wollen“, erklärt Sascha H.
Dabei soll nicht allein die Ligazugehörigkeit über die Entwicklung entscheiden. Vielmehr möchte der Verein Strukturen schaffen, die langfristig tragen. Dazu gehören eine klare sportliche Führung, ein funktionierendes Trainerteam, eine Mannschaft mit Identität und langfristig eine stärkere Verzahnung zwischen Herren- und Jugendbereich.
