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Meisterschaftstriple

und trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack

Artikel vom 28. April 2026

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    Die Ü32-Kreisligamannschaft des 1. FC Sarstedt hat Historisches erreicht: Nach 15 von 18 Spieltagen steht bereits die dritte Meisterschaft in Folge fest. Lediglich eine Niederlage steht auf dem Tableau – sportlich eine beeindruckende Bilanz.

    Doch wirkliche Freude wollte am vergangenen Samstag nicht aufkommen.

    Die Meisterschaft wurde sprichwörtlich „vom Sofa aus“ entschieden, da der Gegner SG Giesen/Hasede/Ahrbergen nicht zum Spiel antrat. Was wie eine Randnotiz klingt, ist in Wahrheit sinnbildlich für eine höchst bedenkliche Entwicklung in der Kreisliga Hildesheim: Von insgesamt 15 angesetzten Partien wurden lediglich 6 Spiele tatsächlich auf dem Platz ausgetragen. In erschreckenden 9 Fällen trat der Gegner nicht an.

    „Das hat mit einem regulären Wettbewerb nur noch sehr wenig zu tun“, so das Trainerteam um Daniel Reuter und Stefan Kugler. „Wir trainieren, investieren Zeit und Leidenschaft – und am Ende bleibt der sportliche Vergleich größtenteils aus.“

    Die Enttäuschung innerhalb der Mannschaft ist entsprechend groß. Statt packender Spiele und ehrlichem Wettkampf prägten Spielabsagen den Saisonverlauf. „Natürlich sind wir überzeugt, dass wir uns das Triple auch sportlich verdient hätten“, ergänzt das Trainerteam. „Aber so fühlt es sich einfach nicht richtig an.“

    Hinzu kommt eine weitere sportlich herausfordernde Situation: Im Sommer des vergangenen Jahres gewann die Mannschaft die Bezirksmeisterschaft und hat sich damit für die Niedersachsenmeisterschaft am 09.05.2026 qualifiziert. Eine große Bühne – doch die Vorbereitung könnte schwieriger kaum sein. „Wir konnten im Jahr 2026 bislang erst zwei Spiele tatsächlich austragen. Das ist alles andere als optimal“, ordnet das Trainerteam ein. „Unter diesen Voraussetzungen wird das Turnier für uns eine echte Herausforderung.“

    Trotz allem bleibt der Anspruch klar: Der 1. FC Sarstedt möchte den Verein und den Kreis Hildesheim bei der Niedersachsenmeisterschaft würdig und erfolgreich vertreten. Gleichzeitig wird aber deutlich, wie sehr die aktuellen Gegebenheiten die sportliche Entwicklung der Mannschaft beeinträchtigen.

    Der 1. FC Sarstedt möchte daher nicht nur den eigenen Erfolg einordnen, sondern auch den Blick auf die Gesamtsituation richten. Die Entwicklung in der Ü32-Kreisliga sollte allen Beteiligten zu denken geben – dem Verband ebenso wie den Vereinen.

    Fußball lebt vom Wettbewerb. Und genau dieser ist in dieser Saison leider viel zu oft ausgeblieben.