BLICKWINKEL aus Sicht der Spieler

Heute mit Marcel Bednarek 1. Herren
Artikel vom 12. März 2026
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Hallo Marcel,
du bist ja so gesehen ein echtes Sarstedter Urgestein in der Mannschaft. Du hast bereits in der Jugend für Sarstedt gespielt und bist dann im Herrenbereich von der Kreisliga bis in die Landesliga aufgestiegen. Die Abstiege zurück in die Kreisliga hast du ebenfalls miterlebt und bist dem Verein trotzdem immer treu geblieben.
Wie war dein Empfinden im letzten Jahr, als es einen großen Umbruch gab und viele Mitspieler – unter anderem auch langjährige Wegbegleiter – den Verein verlassen haben?
Marcel:
Der Umbruch im letzten Jahr war natürlich alles andere als angenehm. Dass man zu einigen Spielern nicht mehr den Kontakt hat wie vorher, gehört leider auch dazu. Trotz allem geht es immer weiter – das gehört einfach dazu und ist im echten Leben ja genauso.
Was glaubst du, was diese Saison noch möglich ist, wenn du auf die Tabelle schaust?
Marcel:
Ich gehe sehr stark davon aus, dass wir unter den Top 3 landen werden. Man muss aber beachten, dass wir einen guten 13- bis 14-Mann-Kader haben. Sollten sich Spieler verletzen, im Urlaub sein oder anderweitig fehlen, werden die Spiele natürlich schwerer. Leider haben wir in dieser Saison nicht immer die Möglichkeit, dass eine Einwechslung direkt eine Leistungssteigerung bringt.
Zum Auftakt der Rückrunde konnte man souverän einen 3:0-Sieg einfahren. Nur eine Woche später verlor man jedoch deutlich mit 0:4 in Machtsum.
Woran liegt es, dass das Team, wie schon in der Hinrunde, solche Formschwankungen hat?
Marcel:
Von Formschwankungen würde ich jetzt nicht unbedingt sprechen. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei bis drei hundertprozentige Chancen, machen die Tore aber vorne nicht. Durch drei indirekte Torwartfehler kassieren wir dann drei Gegentore. Beim vierten Gegentreffer passt Julian den Ball direkt dem Stürmer von Hüddesum in den Fuß, der ihn nur noch einschieben muss. Ich glaube außerdem, dass wir das Spiel insgesamt nicht ernst genug genommen haben, obwohl es für uns um den Aufstieg geht.
Was muss sich deiner Meinung nach ändern, damit ihr euer Potenzial wöchentlich abrufen könnt?
Marcel:
Wir müssen einfach jedes Spiel ernst nehmen. Es ist egal, ob der Gegner oben oder unten in der Tabelle steht. Wenn man Spiele zu locker angeht, kann es schnell so laufen wie am vergangenen Sonntag, dass man solche Tore kassiert.
Dein Trainerteam ist ja noch ziemlich jung und mit Jan hast du nicht nur in der Jugend und bei den Herren zusammengespielt, sondern bist auch privat mit ihm befreundet.
Ist es manchmal schwierig, die Rollen zu trennen, oder passt das gerade für dich gut?
Marcel:
Wir verstehen uns blind, was auch unsere Freundschaft seit Jahrzehnten auszeichnet. Wir kennen unsere Grenzen und respektieren uns gegenseitig. Natürlich gibt es mal Meinungsverschiedenheiten, aber auch da werden wir uns schnell einig.
Was traust du dem Trainerteam zu – und bleibst du auch über die Saison hinaus deinen Farben treu?
Marcel:
Dem Trainerteam würde ich zu 100 % zutrauen, auch in der Bezirksliga zu bestehen. Man muss bedenken, dass beide Trainer noch sehr jung sind und es für sie das erste Trainerjahr ist.
Dem Verein bleibe ich treu, allerdings gehören für mich auch gewisse Punkte dazu, wie das Trainerteam und die Spieler. Man muss zum Training kommen können, um abzuschalten und Spaß zu haben – das sind Grundvoraussetzungen für mich.
Was wünschst du dir für den Verein in den nächsten fünf Jahren?
Marcel:
Für den Verein wünsche ich mir, dass wir in den nächsten fünf Jahren wieder attraktiven Fußball spielen, den Sprung in die Bezirksliga schaffen oder vielleicht sogar noch einmal die Landesliga angreifen.
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Entweder oder!
Abwehr oder Sturm?
Marcel: Abwehr
Warmmachen oder direkt spielen?
Marcel: Gammelecke
Kabinenparty oder ruhiger Abend?
Marcel: Kabinenparty
Bier oder Iso?
Marcel: Bier
Regen und Schlamm oder 35 Grad Sonne?
Marcel: Regen und Schlamm
